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SPRACHE

 

Sprachstörungen bei Kindern

1. Sprachentwicklungsstörungen (SES)

Bei einer Sprachentwicklungsstörung können mehrere Bereiche betroffen sein:

Sprachverständnis, Wortschatz, Laut-, Wort-, Satzbildung, Grammatik und/oder Pragmatik

Beispiel: „Der Tind Fußball pielt.“  - Das Kind spielt Fußball.

  • Lautbildung: Das Kind ersetzt „k“ durch „t“ und lässt „sch“ in der Konsonantenverbindung „sp“ am Wortanfang aus.
  • Grammatik: Der Artikel wird fehlerhaft verwendet.
  • Satzbildung: Das konjugierte Verb wird an das Satzende gestellt.

2. Störung der Schriftsprache, Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

LRS fällt unter den Begriff Teilleitungsstörung: Betroffene weisen bei einer (über-)durchschnittlichen allgemeinen Begabung große Defizite im Bereich des Lesens und Schreibens auf.



Sprachstörungen bei Erwachsenen

1. Aphasie

Die Aphasie ist eine zentrale Sprachstörung, die durch eine Hirnschädigung hervorgerufen wird. Die Beeinträchtigung kann sich in allen Bereichen und Modalitäten der Sprache in unterschiedlichem Ausmaß äußern:

  • Lautstruktur (Phonologie): z.B. Mudeln (Nudeln)
  • Wortschatz (Lexikon): z.B. Wortfindungsstörung
  • Wortbedeutung (Semantik): z.B. Patient*in sagt „Gabel“ statt Messer
  • Grammatik (Syntax): z.B. „Hund raus geh’n.“ – Der Hund geht raus.

Es können sowohl die rezeptiven Fähigkeiten (Sprachverständnis, Lesen) als auch die produktiven Fähigkeiten (Sprachproduktion, Schreiben) beeinträchtigt sein.